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Das Orchester

Konzertorchester mit Tradition seit 1958

Das JEB I Blasorchester ist ein moderner Klangkörper mit Geschichte.
Gegründet 1958 in Westberlin, ist das Orchester eines der führenden Sinfonischen Blasorchester der Stadt und konzertiert regelmäßig in den großen Sälen Berlins.

Als klassisches Konzertorchester mit einem Repertoire von Johann Sebastian Bach über Richard Wagner bis hin zu Dimitri Shostakovich, widmet es sich natürlich auch den Standards der internationalen Bläserliteratur. Alfred Reed, Philipp Sparke oder Johan de Meij sind regelmäßig im Programm zu finden.

Zusammen mit ihrem künstlerischen Leiter nehmen die rund 70 Musiker zudem immer wieder neue Herausforderungen jenseits des klassischen Parketts an. So konnten sie in den vergangenen Jahren schon die deutsche Band MIA begleiten, waren Teil von zeitgenössischen Kunst-Performances und spielten als Begleitensemble der Sängerin Laura Cahen im legendären Berliner Technoclub ‚Berghain’.

Wiederholt erhielt das JEB I Blasorchester als bestes Ensemble seiner Kategorie das Prädikat ‚hervorragend’ auf Landesebene und vertrat das Land Berlin 2012 und 2016 beim Deutschen Orchesterwettbewerb.

Französischer Dom am Gendarmenmarkt, 2017
Kammermusiksaal Berliner Philharmonie, 2014

Auf der Bühne

Das JEB I BO spielt derzeit etwa drei bis vier sinfonische Konzerte im Jahr und versucht immer neue Bühnen zu erobern. Berlin als urbane Großstadt bietet dabei unzählige spannende Orte, neben der Philharmonie Berlin, dem Französischen Dom am Gendarmenmarkt oder der Werkstatt der Kulturen können dies auch der Club im Lido, die Freilichtbühne der Zitadelle Spandau oder das Atze Musiktheater sein.

Zusammen mit einem Team aus Dozenten und ihrem künstlerischen Leiter erarbeiten die Musiker anspruchsvolle Literatur mit dem Schwerpunkt der Sinfonischen Blasmusik und seinen spezifischen Klanganforderungen.

Neben den Konzerten kooperiert das JEB I BO auch mit dem Studiengang „Sound Engineering“ der dBs music und konnte mit diesem bereits mehrere Konzert- und Studioaufnahmen im ehemaligen DDR-Rundfunkhaus an der Nalepastraße realisieren.

'Der Herr der Ringe' Konzert 2018

Künstlerische Leitung

Henning Straßburger wurde im Sommer 2015 als Dirigent des JEB I BO berufen.

Seither baut er den sinfonischen Anspruch des Ensembles aus und etabliert einen flexiblen weichen Orchesterklang, der der modernen Philosophie einer Bläserkultur entspricht. Sein besonderes Interesse liegt in der künstlerischen Gesamtkonzeption des Klangkörpers, die Tradition erweitert und neu denkt.

Unterstützt wird er von einem festen Team aus renommierten Dozenten, und die von ihm initiierten Workshops mit Instrumentalisten oder Komponisten sind wichtiger Bestandteil des Orchesterlebens geworden.

Henning Straßburger erhielt nach der Prüfung zum Ausbilder für Bläserensembles seine Dirigierausbildung u.a. am Dortmunder Opernhaus, sowie in Meisterkursen für Blasorchesterleitung.

Neben Gastdirigaten mit zahlreichen Sinfonieorchestern konnte er als Dozent und Gastdirigent mit dem Schwerpunkt auf der Sinfonischen Blasmusik  mit vielen unterschiedlichen Ensembles in Deutschland zusammenarbeiten. Als langjähriges Neugründungs- und Vorstandsmitglied der „Initiative Neue Blasmusik Hessen“ war er zudem maßgeblich an der künstlerischen Konzeption des Sinfonischen Blasorchesters Hessen beteiligt.

Henning Straßburger war von 2015 bis 2016 Professor an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe und 2014 Gastprofessor an der University of Nevada.

Solisten und Dozenten

Niklas Maienschein

Sprecher 2018

Niklas Maienschein, geboren 1992 in Frankfurt am Main, studierte von 2013 bis 2017 am Mozarteum Salzburg (Thomas Bernhard Institut) Schauspiel. Gastengagements führten ihn bereits an das Salzburger Landestheater (Die lächerliche Finsternis, Regie: Catja Baumann), die Salzburger Festspiele (Regie: Hans-Werner Kroesinger), das Volkstheater Wien (Der Marienthaler Dachs, Regie: Volker Lösch) und an die Münchner Kammerspiele (Abraum, Regie: Swen Lasse Awe). Zuletzt war er in der Uraufführung des Romans Planet Magnon von Leif Randt (Regie: Alexander Eisenach) in der Rolle des Marten Eliot am Düsseldorfer Schauspielhaus zu sehen.
Seit der Spielzeit 2017/18 ist Niklas Maienschain Ensemblemitglied am Theater Trier.

In Johan de Meijs „Sinfonie Nr. 1 – Der Herr der Ringe“ wird Niklas Maienschein im Frühjahr 2018 als Sprecher zu hören sein.

Fabian Schmidt

Solist 2017
Dozent Blechbläser

Fabian Schmidt ist seit der Spielzeit 2014/15 als Posaunist im Brandenburgischen Staatsorchester Frankfurt/O. tätig. Als Gast spielte er u.a. im Gürzenich-Orchester Köln, im Konzerthausorchester Berlin, im Rundfunk- Sinfonieorchester Berlin und in der Jungen Deutschen Philharmonie.

Fabian Schmidt wurde in Celle geboren und erhielt an der dortigen Kreismusikschule seinen ersten Posaunenunterricht. Nach einem 1. Bundespreis beim Wettbewerb „Jugend musiziert“nahm er sein Posaunenstudium in Mannheim auf. Daraufhin folgten intensive Studien in London, an der Guildhall School of Music and Drama und an der Universität für Musik in Wien. Seinen Masterstudium absolvierte er in Berlin und Leipzig.

Kammermusikalisch ist er vor allem im Ensemble Apparat und im Ensemblekollektiv Berlin aktiv und widmet sich dort vorrangig der zeitgenössischen Musik. Außerdem bildet er mit dem Organisten Patrick Wildermuth das DuoSW.
Er war Stipendiat des Yehudi Menuhin Live Music Now e.V. und des Richard-Wagner-Verbandes Berlin.

Mit ‚Colors‘ von Bert Appermont war er zum Adventskonzert 2017 als Solist mit dem Jungen Ensemble Berlin I BO zu hören.

Alexander Glücksmann

Solist 2016, 2017
Dozent Holzbläser, Tutti

Nach seinem Stipendium in der „Herbert-von-Karajan Orchesterakademie“ der Berliner Philharmoniker erlangte er 2003 die Position der Solo-Klarinette bei den Berliner Symphonikern. Seit dieser Zeit übt Alexander unter anderem als Solo-Klarinettist auch eine regelmäßige Aushilfstätigkeit in deutschen Orchestern aus, so unter anderem an der Komischen Oper Berlin, der Staatsoper Unter den Linden, dem Konzerthausorchester Berlin sowie der Semperoper Dresden.
Seine große Liebe jedoch ist und bleibt neben dem Kochen die Kammermusik, der er sich seit seinem Studiums besonders widmet. Mehrfach spielte er mit Mitgliedern der Berliner Philharmoniker beim Kammermusikfestival „Opera Barga“ Italien und folgte Einladungen zur „Kremerata“ Lockenhaus, zum Kammermusikfestival Davos, dem Richard Strauss Festival Garmisch-Partenkirchen  sowie Internationalen Festivals in Israel, Spanien und Kurdistan. Regelmäßige Projekte führen ihn auch immer wieder zum Ensemble Quillo für zeitgenössische Musik.

Mit Martin Ellerby’s Klarinettenkonzert konzertierte Alexander Glücksmann 2017  im Französischen Dom am Gendarmenmarkt und 2016 in der Auenkirche mit dem Jungen Ensemble Berlin I BO.

Sven Schilling

Dozent Holzbläser, Tutti

Sven Schilling (*1984 in Rüdersdorf) hatte bereits in früher Kindheit Instrumentalunterricht (Klarinette, Saxophon und Klavier).
Das Studium an der Robert-Schumann-Musikhochschule in Düsseldorf sowie an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin schloss er 2010 ab.

Neben dem Wirken in zahlreichen kleinen und großen Ensembles, u.a. seinem Bläserquintett „Berlin Wind Quintet“, war er seit 2005 als Solo-Klarinettist Mitglied in verschiedenen Orchestern, derzeit im Stabsmusikkorps der Bundeswehr. Um seine eigenen musikalischen Ideen zu verwirklichen, wirkt er seit 2007 als passionierter Dirigent und Dozent in Berliner Orchestern; so leitet er das Spandauer Blasorchester seit 2012.

Unter Prof. Gernot Schulz nahm er an einem Dirigierkurs der Deutschen Bläserakademie bei der Sächsischen Bläserphilharmonie Leipzig teil.

Michael Netzger

Dozent Blechbläser

Michael Netzker studierte Trompete an der Robert-Schumann-Musikhochschule in Düsseldorf und an der Universität der Künste in Berlin. 2009 beendete er das Studium mit dem künstlerischen Diplom.

Seit 2015 ist Michael als freischaffender Musiker in Berlin und Umgebung tätig und spielt regelmäßig in verschiedenen Orchestern wie der Deutschen Oper Berlin, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, den Berliner Sinfonikern und dem Staatstheater Cottbus.

Ehemalige Dirigenten

Kurt Widorski

Dirigent 2013 – 2015

Geboren 1978 in Langnau im Emmental (Schweiz).
Erster Kompositionsunterricht am Konservatorium Biel bei Alfred Schweizer, darauf folgte Unterricht bei Herbert Fries (Schüler von Carl Orff und K. A. Hartmann).
Studium an der Musikhochschule Luzern. Diplom in Dirigieren (Prof. Josef Gnos) und Diplom in Komposition (Prof. Bettina Skrzypczak). Anschliessend Diplom in Filmmusikkomposition (Prof. Ulrich Reuter) an der Filmuniversität Babelsberg.
Meisterkurse in Orchesterleitung bei Graziella Contratto, Jost Meier und Prof. Ralf Weikert.
Das Oeuvre umfasst Solowerke, Kammermusik, vokale Werke und sinfonische Kompositionen.
Zusammenarbeit mit herausragenden Interpreten (z.B. dem Hilliard Ensemble, dem Ensemble des Tonhalle-Orchesters Zürich oder der Big Band der Deutschen Oper Berlin).
Nebst Werken für den Konzertsaal, schreibt Kurt Widorski Musik für Theater, Hörspiel, Medienkunst, Film und Fernsehen.
Als Dozent für Komposition für Film, Theater und Medien sowie Arrangement/Instrumentation unterrichtet Kurt Widorski an der Zürcher Hochschule der Künste.

Tobias Haußig

Dirigent 2001 – 2013
Ehrendirigent

Tobias Haußig ist Dirigent, Musikpädagoge und Mediator und lebt in Esslingen am Neckar. Der geborene Berliner engagiert sich dort in der musikalischen Ausbildung von Kindern und Jugendlichen, erteilt Instrumentalunterricht und leitet drei Jugendkapellen sowie einen Musikverein.

Nach einem fünfjährigen Jungstudium an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin studierte Tobias Haußig Trompete, Instrumentalpädagogik und Dirigieren an der Universität der Künste Berlin.

Wichtige Impulse als Musiker erhielt er dabei von Konradin Groth, Gabor Tarkövi und Sebastian Weigle. Bereits mit 18 Jahren übernahm er die musikalische Leitung des Blasorchesters des Jungen Ensemble Berlin e.V. und formte in zwölfjähriger Zusammenarbeit ein anspruchsvolles sinfonisches Blasorchester, das regelmäßig und erfolgreich an Wertungsspielen in ganz Deutschland teilnahm. Zu seinem Abschied aus Berlin im Jahre 2012 ernannte ihn das Orchester zu seinem Ehrendirigenten.

Tobias Haußig ist seit 2014 künstlerischer Leiter der Bläserphilharmonie Aachen.

Dirigenten

Seit Orchestergründung

1959 – 1981 Herbert Müntzel

1982 – 1986 Franz Klöck

1987 – 1997 Axel Wolff

1997 – 1998 Holger Utpatel

1998 – 1998 Thomas Lamp

1998 – 2001 Christiane Silber

2001 – 2013 Tobias Haußig

2013 – 2015 Kurt Widorski

seit 2015  Henning Straßburger