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rbb Großer Sendesaal
Sonntag, 3. Juni 2018, 19 Uhr
Junges Ensemble Berlin | Sinfonieorchester

Programm
Dmitri Schostakowitsch: „Panzerkreuzer Potemkin“
Musik zum Stummfilm von Sergej Eisenstein (UdSSR, 1925)

Zusammenstellung und Synchroneinrichtung
aus den Sinfonien Nr. 1, 4, 5, 8, 10 und 11
von Frank Strobel (2008)

Musikalische Leitung
Michael Riedel

Kartenverkauf
Abendkasse (keine Kartenzahlung möglich)

 

 

Das Junge Ensemble Berlin | Sinfonieorchester präsentiert das erste Stummfilmkonzert in seiner langjährigen Geschichte. Sei es King Kong auf dem Dach des Empire State Building, sei es der Mord unter der Dusche in Alfred Hitchcocks Psycho, seien es die Fahrräder, die in E.T. Der Außerirdische am hellen, großen Vollmond vorbeifliegen, oder sei es die blutige Niederschlagung eines revolutionären Aufstandes auf einer Treppe im Hafen von Odessa: Wie viele Filmbilder gibt es wohl, die sich in das kollektive Bewusstsein unserer Gesellschaft eingebrannt haben und die für einen ganzen Film stehen? Die „Potemkinsche Treppe“ in Odessa ist die berühmteste Sequenz aus dem frühen Meisterwerk Panzerkreuzer Potemkin, mit dem sich der junge Regisseur Sergei Eisenstein in die Filmgeschichte einschrieb.

Der Film entstand anlässlich des 20. Jahrestags der Russischen Revolution von 1905 und zeigt eine ihrer blutigsten Episoden. In fünf Akten, wie in einer antiken Tragödie, entspinnt sich die Geschichte um eine historisch belegte Meuterei in der zaristischen Marine. In diesem klassischen Rahmen führt Eisenstein die revolutionäre Montagetechnik ein, die durch bewusste Schnittfolgen, Kontrast und Überblendung der Filmbilder die „Seele des Zuschauers umpflügen“ soll – so das erklärte Ziel des Regisseurs.

Für die Uraufführung wurde keine eigene Filmmusik komponiert. Zur Premiere der wiederhergestellten Originalfassung kompilierte Frank Strobel, Gründer der Europäischen Filmphilharmonie, Musik aus Dmitri Schostakowitschs Sinfonien Nr. 4, Nr. 5, Nr. 8, Nr. 10 und Nr. 11 zu einer kongenialen Begleitung des Films und führte so posthum das Werk der beiden bedeutenden sowjetischen Künstler zusammen.