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Philharmonie Berlin | Großer Saal
Sonntag, 13. Januar 2019, 20 Uhr

„Deutsch-Russischer Dialog“
Unter der Schirmherrschaft von Elke Büdenbender – Ehefrau von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier

Chor des Rimski-Korsakov-Konservatoriums St. Petersburg (Einstudierung: Prof. Walerij Uspenskij)
EuropaChor Berlin
Chor der Hochschule für Musik Freiburg
Junges Ensemble Berlin – Sinfonieorchester

Programm
Peter Tschaikowsky: Fantasie-Ouvertüre „Romeo und Julia“
Robert Schumann: Requiem für Mignon
Johannes Brahms: Schicksalslied
Igor Strawinsky: Psalmensinfonie

Musikalische Leitung
Frank Markowitsch und Michael Riedel

Kartenverkauf
Abendkasse (keine Kartenzahlung möglich)

 

Für das Jahr 2019 plant das Junge Ensemble Berlin I Sinfonieorchester e.V. gemeinsam mit dem Chor der Musikhochschule Freiburg, dem Europa-Chor e.V. und dem Chor des Rimsky-Korsakow-Konservatoriums Sankt Petersburg (chor)sinfonische Werke russischer und deutscher Komponisten in beiden Ländern aufzuführen.

Zum ersten Konzert reisen der Sankt Petersburger und der Freiburger Chor nach Berlin, um am 13. Januar 2019 um 20 Uhr im Großen Saal der Berliner Philharmonie aufzutreten. Zu Ostern 2019 werden die deutschen Ensembles den Gegenbesuch nach Sankt Petersburg antreten und dort – voraussichtlich am 24. April 2019 im renommierten Konzertsaal „Kapella“ – ein gemeinsames Konzert geben.

Die Konzerte in Berlin und St. Petersburg stehen unter der Leitung von Michael Riedel, Dirigent des Jungen Ensemble Berlin | Sinfonieorchesters, und Prof. Frank Markowitsch, Leiter des Europa-Chores und des Freiburger Hochschulchores. Beide Dirigenten sind durch langjährige, projektbezogene musikalische Zusammenarbeit eng verbunden. Die Einstudierung des Sankt Petersburger Chores obliegt Prof. Uspenskij vom Rimsky-Korsakow-Konservatorium Sankt Petersburg. Prof. Markowitsch hat bereits im Sommer 2017 mit diesem Chor ein Konzert in Sankt Petersburg geleitet.

Mit ihrer Kooperation wollen die vier Ensembles an die lange Tradition des Kulturaustausches zwischen Deutschland und Russland anknüpfen und sie fortschreiben. Die Initiatoren wollen gerade in Zeiten wachsender politischer Spannungen, verstärkter Abgrenzung von einander und drohender gegenseitiger Entfremdung die Beziehungen zwischen diesen beiden europäischen Kulturnationen auf kultureller und zivilgesellschaftlicher Ebene ausbauen und durch die universelle Sprache der Musik, aber auch durch den persönlichen Kontakt der Musiker aus beiden Ländern untereinander Impulse für weiteren Austausch setzen.

Beide Konzertsäle stehen hierbei stellvertretend für die deutsche und die russische Kulturnation: Der große Saal der Philharmonie in Berlin ist durch Standort und Baugeschichte aufs engste mit der deutschen Geschichte verbunden und heute einer der wichtigste Konzertsäle Deutschlands. Die unweit des Winterpalastes im Zentrum der als „Fenster nach Europa“ gegründeten Stadt Sankt Petersburg gelegene „Kapella“ ist Heimat des ältesten, 1476 auf Anweisung von Zar Iwan III gegründeten professionellen Chors Russlands und damit gleichsam das Herz der berühmten russischen Chortradition.

Über die intensiven Proben- und Konzertbegegnungen hinaus wird das Projekt weitreichende persönliche und institutionelle Kontakte ermöglichen und fördern: die Sängerinnen und Sänger aus Sankt Petersburg werden bei privaten Berliner Gastgebern untergebracht und gemeinsam mit ihnen wichtige Orte der gemeinsamen deutsch-russischen Geschichte besuchen.

Der Gegenbesuch nach Sankt Petersburg zu Ostern 2019 erfordert eine größere Logistik: Die drei deutschen Ensembles, davon ein Sinfonieorchester mit Instrumenten, reisen an. Infolge der Vielzahl der Besucher wird die Unterbringung überwiegend in Jugendherbergen und Pensionen erfolgen. Auch beim Gegenbesuch in Sankt Petersburg ist größtmöglicher Austausch mit den russischen Musikern geplant.

Zur teilweisen Finanzierung beider Reisevorhaben sind Anträge u.a. beim Goethe-Institut und dem DAAD gestellt. Die Gartow-Stiftung hat ihre Unterstützung bereits zugesagt. Frau Elke Büdenbender, die Ehefrau unseres Bundespräsidenten Dr. Frank Walter Steinmeier hat dankenswerter Weise die Schirmherrschaft für das Konzert in Berlin übernommen. Die deutsch-russische kulturelle Zusammenarbeit soll über das beschriebene Projekt hinaus durch eine langfristige Partnerschaft der beiden Hochschulen aus Sankt Petersburg und Freiburg verstetigt werden. So ist ein gemeinsames Konzert mit dem genannten Programm, den aufgeführten Vokalensembles sowie dem Freiburger Hochschulorchester am 29. Juni 2019 in der Freiburger Musikhochschule geplant.