Junges Ensemble Berlin | Sinfonieorchester

Konzert im großen Saal der Philharmonie Berlin, Februar 2009

Über das Orchester

Das Junge Ensemble Berlin feierte 2008 in zwei Festkonzerten mit Haydns „Die Schöpfung“ sein nunmehr fünfzigjähriges Bestehen. Drei Ensembles prägen das JEB bis heute: Chor, Sinfonisches Blasorchester und Sinfonieorchester. Diese traditionsreichen und lebendigen Formationen bereichern Berlins Musikszene immer wieder aufs Neue mit zahlreichen und regelmäßigen Konzerten.

Das Sinfonieorchester besteht aus etwa siebzig Schülern, Studenten und jungen Berufstätigen und hat sein kreatives Potenzial in den vergangenen Jahren auf drei Betätigungsfelder konzentriert: Neben der Aufführung sinfonischer Konzerte in den renommierten Spielstätten Philharmonie und Konzerthaus Berlin richtet sich die Aufmerksamkeit auf die Teilnahme an Opern- und Operettenprojekten im seit 1899 als Theater dienenden Saalbau Neukölln und die Einstudierung chorsinfonischer Werke.

Das Jahr 2009 startete ambitioniert mit Strawinskys exotischem „Feuervogel“ in der konzertanten Orchesterfassung von 1945 und Prokofjews
„Romeo und Julia“, Orchestersuite Nr. 2, in der Philharmonie vor vollem Haus. Im sich schon bald anschließenden Sommerkonzert im Großen Saal des Konzerthauses am Gendarmenmarkt erklangen Mendelssohns „Italienische“ und das Doppelkonzert für Violine, Violoncello und Orchester von Brahms. Tschaikowskys selten gespielte Fantasieouvertüre „Hamlet“ eröffnete zuvor den Abend und bescherte dem Publikum eine genussvolle musikalische Soiree.

Bereits im Januar 2008 gastierte das Sinfonieorchester zusammen mit dem schwedischen Universitätsorchester Akademiska Kapellets Symfoniorkester aus Lund dank einer erfreulichen Musikpartnerschaft in der Philharmonie mit Werken von Sibelius („Finlandia“) und Tschaikowsky (Sinfonie Nr. 6, „Pathétique“). In weiteren, in Eigenregie unter Michael Riedel erarbeiteten und aufgeführten Sinfoniekonzerten standen weitere attraktive Kompositionen auf dem Spielplan des JEB-Sinfonieorchesters: Beethovens 3. und 5. Sinfonie sowie seine Musik zu Goethes Trauerspiel „Egmont“ in einer halbszenischen Darbietung, Brahms’ 1. und 2., Schumanns 4. und Dvoráks 8. Sinfonie, weiterhin Berlioz’ „Symphonie fantastique“, die Violinkonzerte von Brahms und Tschaikowsky mit Andreas Buschatz (Berliner Philharmoniker) sowie Klavier- und Violoncellokonzerte von Schumann und Schostakowitsch. Zusammen mit Kommilitonen des Studiengangs „Oper“ und „Opernregie“ der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin nahm das Orchester an eindrucksvollen Aufführungen von Mozarts „Der Schauspieldirektor“ im Saalbau Neukölln, eines der ältesten Kulturbauwerke Rixdorfs in Berlin, teil. Eine erfolgreiche Kooperation verbindet das JEB auch mit der Regisseurin Cordula Däuper. Mit ihr wurden anspruchsvolle Inszenierungen von Franz von Suppés „Die schöne Galathee“, Menottis „The Telephone“ sowie Poulencs „La voix humaine“ und „Die Brüste des Tiresias“, letztere in der Berliner Erstaufführung, einstudiert. Nicht weniger als ein chorsinfonischer Glanzpunkt bedeutete der Besuch des Lehigh-University-Choir aus Philadelphia, USA. Ensembleübergreifend wurde Steven Sametz’ „Carmina Amoris“ erarbeitet und zur europäischen Uraufführung gebracht. Ins Gedächtnis gerufen sollen auch die regelmäßigen Kooperationsprojekte des JEB-Chors mit dem Cantus Domus werden, aus denen Mendelssohns „Der 42. Psalm“ (mit Solistin Annette Dasch), Brahms’ „Schicksalslied“ und „Ein Deutsches Requiem“, das „Requiem für Mignon“ von Schumann sowie Mendelssohns „Elias“ hervorging. Unter vielen prägenden musikalischen Begegnungen wird an dieser Stelle besonders auch das Austauschprojekt mit dem Oratorienchor der Robert-Schumann-Musikhochschule Düsseldorf hervorgehoben. Auf dem Probenplan dieser partnerschaftlichen Zusammenkunft auf hohem musikalischem Niveau stand Mendelssohns „Die erste Walpurgisnacht“, die kurze Zeit später im Essener Zollverein erklang.

Seit 1997 ist Michael Riedel musikalischer Leiter des Sinfonieorchesters Junges Ensemble Berlin, unterstützt von erfahrenen Musikabsolventen und Musikstudenten an den Stimmführerpositionen. Die Probenarbeit wird stets durch eine intensive Arbeitsphase außerhalb Berlins abgeschlossen. Konzertreisen führten das Orchester bisher nach Italien, Frankreich, Dänemark, in die Schweiz und die USA und zuletzt, in einem Austausch mit dem Hochschulorchester der Universität Lund, nach Schweden.

Musikalische Leitung

Seit 1997 leitet Michael Riedel das Orchester. Als Stimmführer unterstützen erfahrene Musikstudenten die Probenarbeit, die meist durch eine intensive Arbeitsphase außerhalb Berlins abgeschlossen wird.

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