Junges Ensemble Berlin | Sinfonieorchester
Spielfreude, Leidenschaft und Interpretationen abseits der Routine – das sind die Ziele, denen sich die fast 100 Musiker des Sinfonieorchesters des JEB verbunden fühlen. Einmal wöchentlich treffen sich die Schüler, Studenten und jungen Berufstätigen, um in disziplinierter Probenarbeit sinfonische Konzertprogramme einzustudieren, die dann in der Berliner Philharmonie oder im Konzerthaus Berlin einem breit gefächerten Publikum vorgetragen werden. Aber auch die Teilnahme an Opern- und Operettenprojekten, sowie die Zusammenarbeit mit Chören sind regelmäßiger Bestandteil des gemeinsamen Musizierens.
Letztes Konzert:
Im Januar 2013 wurde mit Verdis „Missa da Requiem“ das 55. Jubiläumsjahr des Jungen Ensembles Berlin eingeleitet. Gemeinsam mit dem JEB-Chor und prominenten Solisten (Annette Dasch, Stephanie Atanasov, Alexey Sayapin und Sebastian Noack) konnten zwei stürmisch bejubelte Benefizkonzerte zur Orgelrestaurierung in Terezín/Theresienstadt gegeben werden, für die Bundestagspräsident Prof. Norbert Lammert die Schirmherrschaft übernommen hatte.
In weiteren Chor-Sinfonieorchester-Kooperationen mit dem JEB-Chor und dem Cantus Domus sind bereits u.a. Mendelssohns „Elias“, Brahms „Schicksalslied“ und „Ein Deutsches Requiem“, sowie das „Requiem für Mignon“ von Schumann aufgeführt worden. Bei einem Austauschprojekt mit dem Oratorienchor der Robert-Schumann-Musikhochschule Düsseldorf erklang Mendelssohns „Die erste Walpurgisnacht“ u.a. im Essener Zollverein. Eine europäische Uraufführung von Steven Sametz’ „Carmina Amoris“ wurde mit dem Lehigh-University-Choir aus Philadelphia, USA realisiert.
Auf dem Gebiet der Oper und Operette bestand lange Zeit eine enge Zusammenarbeit mit der Regisseurin Cordula Däuper und den Studiengängen „Oper“ und „Opernregie“ der Hochschule für Musik Hanns Eisler. Dabei gelangten in anspruchsvollen Inszenierungen u.a. Mozarts „Schauspieldirektor“, Suppés „Die schöne Galathee“, Menottis „The Telephone“, sowie Poulencs „La voix humaine“ und „Die Brüste des Tiresias“, letztere in der Berliner Erstaufführung, auf die Bühne.
Im sinfonischen Bereich hat sich das Sinfonieorchester des JEB in den letzten Jahren ein großes Spektrum des klassisch-romantische Kernrepertoire erobert. So standen u.a. Sinfonien von Beethoven, Brahms, Dvořák, Tschaikowsky, Mahler und Schostakowitsch auf dem Programm, Berlioz’ „Symphonie fantastique“, die Violinkonzerte von Brahms und Tschaikowsky mit Andreas Buschatz (Konzertmeister der Berliner Philharmoniker), die Klavierkonzerte von Schumann und Grieg, aber auch Wagners „Tristan-Vorspiel und Liebstod“ und dessen „Meistersinger-Ouvertüre“. Dem 20. Jahrhundert näherte sich das Orchester vor allem über Kompositionen Debussys und Strawinskys. Im vergangenen Jahr wurde mit der Uraufführung des Auftragswerkes „Norðr“ des Berliner Komponisten Marius Felix Lange auch ein Zeichen für die wichtige Auseinandersetzung mit aktueller Musik gesetzt.
Konzertreisen führten das Orchester zuletzt im Rahmen einer Musikpartnerschaft mit dem Universitätsorchester Akademiska Kapellet Symfoniorkester Lund nach Schweden, aber auch Italien, Frankreich, Dänemark, die Schweiz und die USA standen bereits auf dem Reiseplan.
Musikalische Leitung
Seit 1997 ist Michael Riedel musikalischer Leiter des Sinfonieorchesters. Er wird von erfahrenen Musikabsolventen und Musikstudenten an den Stimmführerpositionen unterstützt.


