Frank Markowitsch

Frank Markowitsch, geboren in Mosbach/Baden, studierte in Freiburg und Berlin Germanistik, Romanistik, Philosophie und Schulmusik (bei Prof. Christian Grube), sowie Orchester- und Chordirigieren an der Hochschule für Musik “Hanns Eisler” (bei GMD Prof. Rolf Reuter und Prof. Jörg-Peter Weigle). Wesentliche Anregungen erhielt er außerdem von Prof. Uwe Gronostay und Vladimir Jurowski. Er nahm mehrfach an Meisterkursen der Internationalen Bachakademie unter Helmuth Rilling und dem RIAS-Kammerchor teil.

Seit 2007 ist er regelmäßig Assistent von René Jacobs, u.a. für die Produktionen Orfeo, Marienvesper und jüngst Agrippina an der Berliner Staatsoper Unter den Linden. Von diesem wurde er 2007 für eine Einstudierung auf den Innsbrucker Festwochen engagiert und dirigierte dort auch das Eröffnungskonzert. Seitdem ist ihm die künstlerische Verantwortung für den Innsbruck Festival Chorus übertragen. Dieser tritt ab Januar 2011 unter dem Namen Vokalakademie Berlin im Rahmen des von ihm mitbegründeten Vokalfestivals CHOR@BERLIN im Radialsystem V erstmalig auf.

Nachdem er den RIAS Kammerchor für die CD-Produktion zu G.Ph. Telemanns Brockespassion einstudiert hat, wurde ihm die Leitung zweier Forumskonzerte, sowie die Betreuung von W.A. Mozarts Zauberflöte auf dem Festival in Aix-en-Provence übertragen. Des weiteren ist er bei Ensembles wie dem Chor des NDR, dem Rundfunkchor Berlin, dem Amsterdam Baroque Choir, dem Vocalconsort Berlin, sowie dem Ernst-Senff-Chor zu Gast. Beim Choeur de Radio France, bei dem er 2005 ein A cappella Konzert dirigiert hat, hat er seitdem mehrere Einstudierungen geleitet und ist zudem als Jurymitglied gefragt.

Er arbeitete auch mit Orchestern wie dem Konzerthausorchester Berlin, den Brandenburger Sinfonikern, der Akademie für Alte Musik Berlin, dem Barockorchester moderntimes_1800, Le Cercle de l’Harmonie, sowie an der Berliner Staatsoper Unter den Linden, der Opéra National de Nancy, der Opéra Comique de Paris und der Oper Luxemburg. Außerdem ist er auf Festivals wie den Innsbrucker Festwochen für Alte Musik, dem Festival Aix en Provence, dem Rheingau Musikfestival, den Göttinger Händelfestspielen und dem Festival Radio France/Montpellier zu Gast. Im März hat er zwei Aufführungen von Haydn’s L’infedeltà delusa an der Opéra de Lille dirigiert.

Mit dem Chor des Jungen Ensembles Berlin, den er seit 1998 leitet, veranstaltete er zahlreiche chorsinfonische Konzertprogramme, u.a. das Requiem von W.A. Mozart, das Schicksalslied und das Deutsche Requiem von J. Brahms, den Elias von F. Mendelssohn-Bartholdy, die Schöpfung von J. Haydn, sowie vielfältige A-cappella-Programme und Opernaufführungen. 2008 und 2010 konzertierte er mit dem Chor in Istanbul. Beim Berliner Chorwettbewerb hat er mit dem Chor den 1. Preis und beim Deutschen Chorwettbewerb in Dortmund einen 4. Platz (“mit sehr gutem Erfolg”) errungen.

Frank Markowitsch hat mit Dirigenten wie René Jacobs, Seiji Ozawa, Marc Minkowski, Ingo Metzmacher, Kazushi Ono, Ton Koopman, Sebastian Lang-Lessing, Enoch zu Guttenberg, Nicolas McGegan, Konrad Junghänel, Lawrence Foster, Jérémie Rhorer und Hervé Niquet gearbeitet. Er lehrt an der UdK Berlin.

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