KLUBKONZERT im LIDO am 24.05.2008     

Nach einem hervorragenden Bundesmusikfest im Mai 2007 stellten wir uns die Frage, was man denn als nächstes mögliches Highlight für das BO des JEB planen könnte. Damals konnte noch keiner erahnen welche Ausmaße und Auswirkungen der Vorschlag unseres Dirigenten Tobias " Was haltet ihr von einem Popkonzert ? Wir mieten uns einen Club in Berlin, spielen nur reine Poptitel, keine Medleys und haben den Vorteil, dass wir Konzert und Party unmittelbar miteinander verbinden können ! " haben würde.

Wir waren anfangs leicht skeptisch, schließlich gab es bisher keine uns bekannten Vergleichsprojekte in der Berliner Blasmusikszene. Wer ist schließlich so irre und versucht ein Blasorchester mit 50 Leuten auf eine Clubbühne zu quetschen. Da wir die Idee aber echt klasse fanden, begannen wir mit Vorplanungen und mussten schnell feststellen, dass uns dieses Projekt in seinen eigenen Bann zog. Als wir plötzlich unerwarteter Weise vom LIDO auf Nachfrage hörten, dass wir den Club tatsächlich mieten können und das Projekt starten kann, waren wir überrascht. Plötzlich war es keine Idee mehr, sondern es gab einen Termin. Das größte Event des Jahres sollte am 24.05.2008 starten.

Nachdem wir Ende 2007/ Anfang 2008 nach sorgfältiger Auswahl mögliche Stücke zusammengestellt haben, ging es los mit den Klubkonzertproben. Neben der musikalischen Komponente wie Organisation einer Band (E-Gitarre, E-Bass), Planung von extra Proben in Kleinstregistern, Bestellung/Kopieren von Massen an Noten kamen noch ganz andere Hürden wie Planung/Durchführung eines Probenwochenendes inclusive Klub-Vor-Konzert , Gestaltung, Druck und Verteilung von Flyern/Plakaten, ständige Ablaufklärung mit Verantwortlichen des LIDO (Licht, Ton, Security usw.),  Podestbesorgungen, Outfitkläung und vieles vieles mehr auf uns zu. Die Organisation dieses Riesenprojektes, was uns fast ein Jahr beschäftigte, brachte uns jedenfalls an die Grenzen des Machbaren für ein Amateurorchester. Die Planung war teilweise für die Hauptplaner , Steffi, Steffen und Tobias (vielen vielen Dank an euch, was ihr da abgeliefert habt, war eure Meisterprüfung !), ein Fulltime-Job.

Während unserer Probenfahrt nach Lübben gaben wir im gemieteten Players am 17.05.2008 ein Generalprobenkonzert für das LIDO. Schon da war das Konzert ein Hammer und ließ auf mehr hoffen. Dort spielten wir allerdings nur vor einem kleinen handverlesenen Publikum und sollte nicht ansatzweise vergleichbar sein mit dem, was eine Woche später kommen sollte...

Am 24.05.2008 gegen 12.00 Uhr startete das Megaprojekt. Transporter abholen, Schlagzeug/Percussion einladen und ab zum LIDO, alles wieder ausladen und aufbauen. Anfangs war noch alles ganz leer.
 

Zu 17 Uhr trudelte dann so langsam das Orchester ein. Nach kurzer Cluberkundung ging es dann auch schon gleich los mit dem Licht- und Soundcheck.

Nun begann die Ruhe vor dem Sturm. Alles war aufgebaut, der Sound abgemischt, das Lichtprogramm bearbeitet. Wir nutzten die Zeit um nen bisschen was Essen zu gehen und natürlich zum Abspannen, schließlich wusste niemand, wie voll der Laden werden würde und vor allem, wie kommt die Sache an.

Dann war es soweit. Ab 21 Uhr wurden die Tore geöffnet und das Publikum konnte sich einfinden. Wir hatten im Vorverkauf etwa 250 Karten verkauft, daher wussten wir, dass wir zumindest nicht vor leerer Hütte spielen würden. Aber was dann kam, war der Hammer. Eigentllich wollten wir mit dem 1. Set gegen 22.30 Uhr starten, das ging nicht, weil draußen die Schlange noch extrem lang war, während drinnen aber auch schon alles voll war. Die Menschen strömten aus allen Ecken in das LIDO. Vor Beginn des 1. Sets gegen 22.50 Uhr mussten wir den Einlass wegen Überfüllung schließen. Es hatten sich unglaubliche 550 Leute eingefunden, die hören wollten, was wir zu bieten hatten. Unglaublich, an so eine Resonanz haben wir nicht einmal in den abgefahrensten Träumen gedacht.

Das 1. Set war mit Eye of the tiger, Super Trouper, Never can say goodbye, Crying at the discotheque, Angeleyes, Ma baker und I got you schon der Oberknaller. Das Publikum, das Licht, der Sound, die Enge auf der Bühne, das Feeling, einfach nur geil.

Gegen 0 Uhr startete das 2. Set, was natürlich mit noch größeren Hits bestückt war. So gaben wir Everybody needs somebody, Let´s get loud, Sex bomb, I will survive, I´m so excited, It´s raining men und als Zugabe ein Teil der Schlagerrevue zum Besten.
Die Resonanz war unbeschreiblich. 550 Leute , die nach Blasorchestermusik abtanzten, mitsangen und einfach nur die größte Party des Jahres feierten.

Zu so einem Erlebnis fehlen mir echt die Worte. Man kann es nicht beschreiben, wenn nach megaanstrengender Planung und Vorbereitung sich dann der ganze Druck in so einem tollen Klubkonzert auflöst.

Vielen Dank an alle Helfer (Katharina für die Flyer-/Kartengestaltung, die Schlagzeuger, die immer wieder Massen an Krempel aufbauen müssen, die Kassenbesetzungen, Bagstage-Vorbereiter, die Band) und natürlich an das ganze Orchester. Ohne so eine tolle Truppe im Rücken hätten wir so ein super Projekt niemals in Angriff genommen. Das wird eine Weile nicht zu toppen sein, aber Mittwoch ist trotzdem wieder Probe...

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